Gepostet von am 2. Mai 2019 in privates | Keine Kommentare

Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg zur Talstation der Funiculaire du Pic du Jer.

Mit dieser im Jahre 1899 fertiggestellten und am 16. Juni 1900 eröffneten Standseilbahn fuhr ich die 1.110 m lange und zwischen 27 und 56 Prozent geneigte Strecke zum Pic du Jer hinauf.

Beide Kabinen, die bis zu 80 Personen aufnehmen können, hängen an einem 32 mm dicken Stahlseil.

Die Strecke verläuft durch zwei Tunnel und einem Viadukt aus Granitsteinen, auf dem sich die Ausweiche befindet und sich beide Kabinen begegnen.

Oben angekommen, konnte ich einen kurzen Blick durch die Wolken auf Lourdes erhaschen.

Die Bergstation befindet sich auf 889 m Höhe und über einen Wanderweg gelangte ich bis zum Gipfelkreuz in 948 m Höhe.

Es war zwar weiterhin bewölkt, aber die Wolken gaben nun vollständig den Blick auf die Stadt frei.

Mit der Standseilbahn fuhren auch Mountainbiker auf den Berg, um dann im rasanten Tempo wieder hinunter zu fahren. Die Jungs sind echt verrückt.

Ein Restaurant gibt es hier oben übrigens auch, so dass auch eine Kleinigkeit gegessen werden kann.

Wer die Grotte besichtigen möchte, sollte das Ticket unten am Schalter der Talstation nicht vergessen.

Ich bezahlte für die einfache Fahrt hinauf zehn Euro, da ich beschloss vom Gipfel hinunter zu laufen.

Besonders sehenswert war der Weg nicht, bis auf die Tatsache, dass hin- und wieder die Mountainbikestrecke kreuzt.

Das Ticket für Hin- und Rückfahrt hätte 12,50 Euro gekostet und wäre sicher die bessere Wahl gewesen.

Nach etwa einer Stunde kam ich an der Talstation an. Ich ging noch kurz in das Maison de la Connaissance du Risque Sismique.

Eigentlich erwartete die Dame am Einlass eine Schulklasse, aber da noch zehn Minuten bis zum Eintreffen Zeit war, ließ sie mich hinein.

So erfuhr ich, dass es auch in den Pyrenäen sehr häufig zu Erdbeben kommt.

Auf einer Rüttelplatte simulierte sie ein Beben der Magnitude 7.8. Ohne Geländer zum Festhalten hätte es mich glatt von den Füßen geworfen.

Auf dem Rückweg zum Hotel kam ich an das im Jahre 1900 erbaute Rathaus vorbei.

Ein leckeres Eis war natürlich auch noch drin.

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Autorfoto
Oliver Konow
Ich bin 51 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

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