quergestreift und großkariert

Kategorie: lyrische gedichte (Seite 1 von 7)

Meine lyrischen Gedichte

Deutschland, ein Trauerspiel – #bloggerfuerfluechtlinge

Oh Deutschland, oh Deutschland, was ist bloß gescheh’n,
ich habe Dich sterben, Dich fallen geseh’n.

Von Nazis bist Du zur Schlachtbank verkommen,
hast Millionen Menschen das Leben genommen.

Hast Dich erhoben aus Asche und Trümmern,
weil Nationen Dir halfen, sich um Dich kümmern.

Für viele die Heimat, ein buntes Land,
erstrahlst Du heute im neuen Gewand.

Die Menschen fliehen vor Zerstörung und Krieg,
ihre Flucht oft tödlich, der Deutsche er schwieg.

Doch nun brennen Häuser, ergießt sich der Hass,
vom rassistischen Mob ohne Unterlass.

Ich werd’ die Stimme erheben, nicht länger schweigen,
ich beziehe jetzt Stellung und will das auch zeigen.

Oh Deutschland, oh Deutschland, was ist bloß gescheh’n,
ich will Dich nicht sterben, Dich fallen seh’n.

Von der Gesellschaft vergessen

Der Tag ist noch jung.

Nachtschwärmer liegen müde
auf dem Boden des Bahnhofs.

Abseits in der Ecke,
am Rand dieser vor sich hindösenden Gesellschaft,
stehst Du in Deinen völlig abgewetzten Kleidern.

Dein Leben trägst Du in zerschlissenen Plastiktüten mit Dir herum.

Ich sehe,
wie Du ein weggeworfenes Brötchen aufhebst,
anschließend mit einem prüfenden Blick schaust,
ob es vielleicht jemand gesehen hätte.

Du willst Dir Deine Würde bewahren,
wendest Dich ab und isst es hastig auf.

Und ich stehe in Mitten dieser Gesellschaft
und schäme mich Teil dessen zu sein,
die Dich vergessen hat.

Bedrückendes Gefühl.

Ich kaufe ein Salamibrötchen,
gehe zu Dir herüber,
drücke es Dir in die Hand,
sage: “Für Dich.”
und sehe den Glanz in Deinen Augen.

Tag und Nacht

Das Licht der Sonne hat gewebt,
den neuen Tag, der sich erhebt.
Sein Glanz erstrahlt mit aller Macht,
bis er verblasst, es kommt die Nacht.

Die Nacht sie frisst des Tages Schein,
es soll für alle dunkel sein.
So ist der Wechsel alle Zeit,
des Menschen ständiges Geleit.

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