Gepostet von am 24. Mai 2019 in kurzgefasstes | Keine Kommentare

Heute habe ich mich mit meiner Anwältin beraten.

Grund dieses Treffens sind die Zugangssperren meiner beiden Accounts @okonow und @okonow2 auf Twitter. Mehr dazu auch im Artikel "zum Artikel: Zugangssperre zu Twitter".

Dabei hat sich herausgestellt, dass mich die einstweilige Verfügung und das Hauptklageverfahren gegen Twitter in der Summe gut 800 Euro kosten würde.

Ich wäre durchaus bereit diese Kosten zu tragen. Allerdings muss ich mich fragen, ob mangels Reichweite und Relevanz meiner Accounts diese enormen Kosten wirtschaftlich begründet wären, wo ich mich ohnehin dazu entschieden habe meine Accounts bei Twitter dauerhaft zu löschen.

Also werde ich meine Accounts @pottpoet, @fraktalkunst, @olli_schwimmt und @SundaraChola sowie meine Ersatzaccounts @okonow3 und @okonow4 endgültig löschen.

Das heißt also, dass spätestens nach 30 Tagen endgültig Schluss mit Twitter ist. Die beiden oben genannten Accounts werden nach positiv beschiedenen Einspruch und Entsperren gelöscht.

Wie inzwischen allgemein bekannt sein dürfte, ist die Kommunikation zwischen Twitter bzw. Twitter Deutschland mit den Nutzern eine einzige Katastrophe, ebenso das zeitnahe Bearbeiten der Einsprüche. Ich habe das Gefühl, sie werden unnötig in die Länge gezogen und verschleppt.

Des weiteren bemängele ich das Kommunikationsverhalten der Deutschlandchefin von Twitter Jolanta Baboulidis und vermisse noch immer ein klares offizielles Statement von Ihr, wie Twitter Deutschland gegen Overblocking, dem Missbrauch der Meldefunktion durch Trolle und Rassisten vorgehen will und warum Twitter unter Hinweis auf Regelkonformität über rassistische und gewaltverherrlichenden Tweets schützend die Hand drüber hält und sich auf diese Weise vereinnahmen lässt.

Ich möchte noch einen Punkt nennen, über den sich Twitter Gedanken machen sollte und sicher mit wenig programmiertechnischen Aufwand sofort umsetzbar wäre:

Statt den den Zugang zum Account für den Nutzer komplett zu sperren, wäre es sinnvoll im Nutzerbereich eine Art Black Area einzurichten, in die die beanstandeten Tweets verschoben werden können und so dem Nutzer die Gelegenheit gibt, sich zu diesen Tweets im Rahmen des Einspruchsverfahrens zu äußern. Natürlich mit mehr als 140 (280?) Zeichen im Textfeld.

Auf diese Weise bliebe der Zugang zum Account nicht für die Dauer des Einspruchsverfahrens gesperrt.

An Twitter: Go your way without me.

An meine Follower: Danke für die tolle Zeit mit Euch, die interessanten Tweets und die großartigen Einblicke.

Lasst Euch nicht verbiegen und bleibt Euren Prinzipien treu.

Live long and prosper!

Update: Am 31. Mai stelle ich meine Kommunikation nach knapp zehn Jahren auf Twitter endgültig ein, bis dahin bleibt der Ersatzaccount @okonow3 noch aktiv. Danach wird auch dieser endgültig deaktiviert.

Künftig werde ich nur noch auf Mastodon unter @okonow Beiträge veröffentlichen.

Update 2: Es wäre dumm von mir anzunehmen, dass Twitter nach dem Deaktivieren und Löschen meiner Accounts auch alle dazugehörigen Daten löschen würde.

Da man davon ausgehen kann, dass sämtliche Daten meiner Accounts von denen auf US-Server gespiegelt werden, habe ich mich entschieden, sie auch auf Grund der besonderen Namen nicht zu löschen, sondern sie als inaktive Dateileichen ruhen zu lassen.

Offenbar bin ich diesbezüglich doch etwas zu sentimental. Man möge es mir nachsehen.

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Autorfoto
Oliver Konow
Ich bin 51 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

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