Gepostet von am 30. Januar 2009 in verkehrstechnisches | Keine Kommentare

Nachdem es eine Weile ruhig um mich geworden ist, melde ich mich wieder zurück. Nicht zuletzt, da mein PC wieder da ist.

Ganz oben auf meiner Liste steht das Thema: Die Tarifverhandlung der Transnet mit der Bahn.

Das die Arbeitsbedingungen, insbesondere die des Zugpersonals mehr als schlecht sind liegt auf der Hand und für dessen Verbesserungen zu streiken ist das legitime Recht der Transnet. Angesichts der momentanen Wirtschaftslage ist die Forderung von 10 Prozent allerdings völlig überzogen. Oder will die Transnet etwa nachholen, was sie letztes Jahr verpasst hat?

Wie dem auch sei, die Dienstschichten sind eher Gesundheitskiller und die Krankenstände sprechen Bände.

Was mich wundert, dass die Bahn nach einem Streik einknickt. Liegt das vielleicht am Verhandlungsführer der Bahn Norbert Hansen? Wohl dem, der böses dabei denkt.

Wäre es die GDL, hätte man sie erstmal mit Unterlassungsklagen eingedeckt.

Das die Bahn auch aus der Vergangenheit gelernt hat, zeigt die stillschweigenden Überprüfung von 173.000 Mitarbeitern, die man per se unter Generalverdacht stellt. Das ein Unternehmen Mitarbeiter- und Lieferantenadressen abgleicht, um so Korruptionsfällen auf die Spur zu kommen, ist vollkommen akzeptabel. Aber 173.000 Mitarbeiter? Da ist die Bahn kräftig über das Ziel hinausgeschossen.

Mielke lässt grüßen.

Den Spruch von Mehdorn: Ich persönlich wusste das nicht, lasse ich als Entschuldigung nicht gelten. Wenn er nicht weiß, was in seinem Unternehmen passiert, wer dann? Was sucht er dann bei der Bahn?

Zumindest hätten die überprüften Mitarbeiter nachträglich davon in Kenntnis gesetzt werden müssen, um so den Verdacht der Bespitzelung gar nicht erst aufkommen zu lassen. Wird Transparenz genannt.

Das solche Aktionen bei den Mitarbeitern nicht gerade motivationsfördernd wirken, kann sich jeder denken. Deshalb macht in dieser Firma jeder nur noch Dienst nach Vorschrift. Motivierte Mitarbeiter sind produktiver, wenn sie sich mit dem Unternehmen identifizieren können. Dazu braucht man keine Wirtschaft studiert haben.

Leider gibt es bei der Bahn Führungskräfte, die nicht in der Lage sind, fachlich gutes Personal zu fördern. Stattdessen holt man sich lieber unerfahrene Leute von der Uni, die vom System Bahn nur wenig Erfahrung haben und daraus resultierend falsche Entscheidungen treffen.

Das unter diesen Bedingungen kein Mensch arbeiten kann und irgendwann frustriert mit dem Unternehmen abschließt, dürfte jedem klar sein.

Update: Ich wurde von der Deutschen Bahn AG aufgefordert die beleidigenden Textpassagen abzuändern, dies ist hiermit geschehen. Darüber hinaus bitte ich meine Wortwahl zu entschuldigen, es war nicht meine Absicht Mitarbeiter der DB AG zu diskreditieren.

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Oliver Konow
Ich bin 51 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

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