Gepostet von am 28. April 2010 in kurzgefasstes | Keine Kommentare

Eine etwa drei Lichtjahre große Säule aus Gas und Staub im Carina Nebel
Quelle: ESA

Am 24. April 1990 brachte das Space Shuttle Discovery eines der stärksten und leistungsfähigsten Teleskope in den Weltraum.

Seit diesen 20 Jahren kreist das 11 Tonnen schwere und 13 Meter lange Hubble Space Telescope, benannt nach dem Astronomen Edwin Powell Hubble, in gut 600 km Höhe über unseren Köpfen und schickt unablässig Bilder vom Universum zur Erde.

Auch wenn es anfängliche Schwierigkeiten mit dem Teleskop gab, der Hauptspiegel wurde falsch geschliffen und lieferte verschwommene Aufnahmen, so konnte ihm mit Hilfe einer Spezialbrille die Sehkraft wiedergegeben werden. Die Bilder, die Hubble im Dezember 1993 machte, waren gestochen scharf und atemberaubend.

Seitdem kamen über 600.000 Bilder von mehr als 29.000 Himmelsobjekten zusammen. Hubble entdeckte über 3.000 neue Galaxien und lieferte uns Einblicke in ein Universum, das nur schwer vorstellbar war. In diesen 20 Jahren produzierte das Hubble Space Telescope unglaubliche 45 Terabyte an Daten.

Doch die Tage dieses technischen Meisterstücks sind gezählt. Vergangenes Jahr wurde das Teleskop während einer Shuttlemission noch einmal generalüberholt. Fünf bis zehn Jahre, so schätzt die NASA, wird es wohl noch Daten liefern, bevor endgültig das Licht ausgeht.

Im Juni 2014 soll das Hubble Teleskop durch das neue James Webb Space Telescope, benannt nach dem 2002 verstorbenen Nasa-Chef, ersetzt werden. Das Webb Teleskop wird hundertmal leistungsfähiger als Hubble sein und ist ein Gemeinschaftsprojekt der ESA, den Kanadiern und der NASA.

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Oliver Konow
Ich bin 51 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

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