Gepostet von am 26. April 2008 in politisches | Keine Kommentare

Das die Transnet und die GDBA jede Scheiße mitmachen und unterstützen, ist hinlänglich bekannt.

So glauben sie dann auch, dass es bis 2023 keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Im Gegenzug unterstützen die beiden Hausgewerkschaften den Privatisierungsprozess konstruktiv, was auch immer das heißen mag.

Die GDL lehnt eine Teilprivatisierung in jeglicher Form ab, da sie massive Stellenstreichungen befürchtet, die durch Stilllegungen von Personen- und Güterzugstrecken erwartet werden. Desweiteren bestünden Bestrebungen des Konzerns, etwa 2/3 der IC-Züge auszudünnen.

Aus meiner Praxiserfahrung muss ich er der GDL recht geben, denn in den letzten Jahren wurden viele Überholungen platt gemacht und Weichen herausgerissen. Dennoch fahren die Güterzüge, nicht nur Nachts, sondern mittlerweile auch am Tag teilweise im Blockabstand. Mit dem InterCity kommt man an ihnen nicht vorbei, weil die kilometerweit vor einem herfahren. Wo sollen die Güterzüge auch hin, Überholungen sind weggebaut und Verspätungen vorprogrammiert.

Im übrigen hat der Bahn-Vorstand sowieso das Talent die Fahrgäste zu verarschen.

Ich erinnere mich noch gut an den InterRegio, ein Selbstläufer würde man sagen. Ein Produkt, was das Geld nur so abwarf. Abgeschafft und vom InterCity ersetzt; mit dem konnte man ja höhere Fahrpreise vom Kunden nehmen. Die haben gejammert und sich dann resigniert Mehdorns Fuchtel unterworfen. So wird es dann auch bald mit einigen IC-Zügen passieren, schwupps mutieren die über Nacht zum ICE.

Apropos ICE.

Die Situation: Freitags und Sonntags im ICE. Manche Leute könnten darüber Romane schreiben. Ich sage dazu nur: "Ein Armutszeugnis für die Deutsche Bahn AG!"

Wenn ich in brechend vollen Zügen über die Leute steigen muss, ohne Gefahr zu laufen jemanden auf die Finger zu treten, dann frage ich mich, wie weit die Geduld der Fahrgäste noch strapaziert werden soll.

Warum bitteschön werden die ausrangierten InterRegio- und InterCity-Wagen umlackiert und nach Holland verkauft??

Früher wurden damit Entlastungszüge gefahren. Vor- und Nachläufer. Sorry ich vergaß, dass passt heute nicht mehr ins Unternehmenskonzept. Kunden verprellen und verarschen schon.

Ich finde es langsam zum Kotzen, was die Schwachköpfe im Vorstand veranstalten. Raubbau nenne ich sowas, auf Verschleiß fahren.

Ich lasse mich mit dieser Teilprivatisierung überraschen, den Investoren wollen Rendite, sprich GELD sehen. Wie der Vorstand das wohl realisieren will?

Die Fahrgäste können sich schon mal entspannt zurücklehnen, es gibt bald wieder was zu lachen.

Offizielle Seite des Unternehmens und der Gewerkschaften:

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Autorfoto
Oliver Konow
Ich bin 51 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

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