Gepostet von am 19. Februar 2008 in langgemachtes | Keine Kommentare

Jeder nutzt die Leistung, die der Staat erbringt, wie z.B. Bildung, Sicherheit oder Sozialversorgung. Dafür muss ich meine Steuern zahlen, ob ich will oder nicht. Das Gleiche kann ich auch von diesen Steuerflüchtlingen verlangen.

Aber nein, die legen ihre Kohle lieber in Liechtenstein an. Damit könnte ich mich ja noch arrangieren, wenn sie denn ihre Vermögensverhältnisse dem Finanzamt offenlegen würden.

Stattdessen wäscht man seine Hände in Unschuld und gibt sich ahnungslos. Da setzt dann die Bildung, die sie über Jahre vom Staat genossen haben, aus.

Steuerhinterziehung?? Ich hatte keine Ahnung!

Bruttoinlandsprodukt Liechtensteins (2001)
Quelle: www.liechtenstein.li (Stand: 2001)

Nun ist aber der Trick mit diesen steuersparenden Stiftungen aufgeflogen und interne Daten der LGT-Group sind an Deutschland verkauft worden.

Dieser kleine Zwergstaat, Steuerparadies der oberen Zehntausend und kaum größer als ein Fliegenschiss auf der Landkarte (Fläche: 160 km2), lebt und profitiert unter anderem vom diskreten und verschwiegenen Hüten der am Fiskus vorbei jonglierten Euronen. Diese "Finanzdienstleistungen" machten 2001 knapp ein Drittel am BIP aus.

Da ist doch klar, dass sich das Staatsoberhaupt Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein über das deutsche Steuersystem mokiert und daher empfahl

Deutschland sollte seine Steuergelder besser dafür einsetzen, um sein Steuersystem in den Griff zu bekommen, als Millionen-Beträge für gestohlene Daten auszugeben.

Mich wundert es nicht, dass Angel Gurría, OECD-Generalsekretär, Liechtenstein eine Mitschuld an der deutsche Steueraffäre vorwirft und die mangelnde Transparenz und Zusammenarbeit mit der OECD und deren Partnern kritisiert.

So lange Finanzzentren die Zusammenarbeit beim Austausch von Steuerinformationen verweigern und internationale Transparenz-Standards nicht erfüllen, so lange werden Ausländer in Versuchung geführt, ihren Steuerpflichten zu entgehen

Damit ist leider wieder einmal bewiesen, dass Geld wie üblich den Charakter verdirbt und sich manche Leute schamlos am Gemeinwohl bedienen.

Mir kommt jedenfalls der kalte Kaffee hoch. Mit diesen Typen kann man kein Mitleid haben, wenn sie die Steuerfahndung bei den Eiern packt. Soll sie denen mal gehörig in den Arsch treten.

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Oliver Konow
Ich bin 53 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

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