Gepostet von am 9. September 2007 in verkehrstechnisches | 2 Kommentare

Mit Graffiti besprühte S-Bahn in Dortmund

Auch wenn es Sprayer gibt, die über eine künstlerische Ader verfügen, wie der Beitrag "Bart und Nelson on rail" beweist, sollte dennoch jedem klar sein, dass Graffitis, Scratching oder Etching kein Kavaliersdelikt, sondern eine Sachbeschädigung darstellt und auch als solche geahndet wird.

Falls nicht, dann möchte ich hier den § 303 StGB zitieren:

Sachbeschädigung

(1) Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert.

(3) Der Versuch ist strafbar.

Es gibt aber auch Sprayer, die es einfach nicht lernen wollen. Diese unterbelichteten Pseudokünstler verursachen mit ihren Schmierereien erhebliche Kosten bei den Verkehrsunternehmen.

zerkratzte Scheibe in der S-Bahn

Im VRR-Gebiet belaufen sich die Schäden auf jährlich etwa 30 Millionen Euro.

Das damit die Aufenthaltsqualität der Fahrgäste in den Fahrzeugen und an den Stationen in Mitleidenschaft gezogen versteht sich von selbst. Wer setzt sich schon gerne in eine S-Bahn, aus der man nicht hinaussehen kann oder deren Sitze bunt vor Farbe sind?

Das es auch anders geht, hat das Projekt "Jugend und Graffiti" des VRR gezeigt.

In dem Pilotprojekt arbeiten VRR, Bogestra, Dortmunder Stadtwerke und Rheinbahn eng mit Schulen, Jugendämtern und der Polizei zusammen.
[…]
Den Schülern werden von ihren Städten und Verkehrsunternehmen Flächen im Umfeld ihrer Schulen zur Verfügung gestellt, die sie dann künstlerisch gestalten dürfen.

Bleibt zu hoffen, dass die Beteiligten dieses Projekt weiterführen und das es andererorts Schule macht. Letztendlich sind wir alle von diesen Schäden und den damit verbundenen Kosten betroffen, sei es durch den Mangel an Qualität oder den gestiegenen Fahrpreisen.

Offizielle Seiten der genannten Verkehrsunternehmen und Verbände:

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Autorfoto
Oliver Konow
Ich bin 52 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

2 Kommentare

  1. Icon Welt
    22. April 2012

    Hör auf zu heulen du Clown.

  2. Icon Oliver
    24. April 2012

    Hat nichts mit heulen zu tun, sondern mit der Realität. Aber ihr bekommt das leider nicht auf die Reihe. Shit happens.

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