Das Unvermeidliche

Gepostet von am 11. Februar 2019 in politisches | Keine Kommentare

Es ist schon bemerkenswert, wie die 16-jährige Greta Thunberg mit ihrer Aussage

Deutschland will bis 2038 Kohle verbrennen. Das ist absolut absurd. Und die Leute denken, das wäre etwas Gutes.

deutsche Politiker zur Weißglut treibt.

Der klimatische Wandel, der sich inzwischen für alle sichtbar vollzieht, erfordert schnelles Handeln. Je länger wir als Gesellschaft damit warten, desto härter und radikaler werden die Maßnahmen sein müssen.

Natürlich steht es dem Generalsekretär der CDU Paul Ziemiak frei, die Aussage von Greta Thunberg als Ideologie zu diskreditieren, aber sie kann das Faktum nicht aus der Welt schaffen, dass wir uns als Gesellschaft diesen egoistischen und unsolidarischen, verschwenderischen, nicht auf Nachhaltigkeit basierenden und umweltzerstörerischen Lebensstil nicht mehr länger leisten können.

Die globalen Maßnahmen um den nicht mehr aufzuhaltenden Klimawandel abzuschwächen wird alle Bereichen unserer Gesellschaft erfassen und er wird uns große Opfer abverlangen. Sowohl von der Politik, den Wirtschaftsunternehmen und als auch von jedem Einzelnen von uns.

Die Politiker der Welt werden unabhängig von der Stimmungslage Gesetze erlassen müssen, die weder der Wirtschaft noch uns Bürger gefallen werden; sie werden uns in unserem jetzigen Handeln extrem einschränken und uns zum Umdenken zwingen. Das Überleben der Menschheit hängt davon ab.

Die gesamte Wirtschaft muss sich stärker auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz fokussieren, weniger auf Gewinnorientierung und Wachstum.

Der Energiesektor muss auf regenerative Energie umstellen, der Verkehrssektor muss dem ÖPNV, der Schiene und dem Radverkehr den Vorrang einräumen, die Landwirtschaft muss viel schneller den Wandel von der Massentierhaltung hin zur artgerechten Tierhaltung vollziehen und neueste Technologien im Ackerbau nutzen (auch wenn es einige nicht hören wollen, notwendigerweise auch die Gentechnik), der Bergbau muss Ressourcen umweltverträglich abbauen und Lebensräume bewahren, wenn es nicht anders möglich ist unter Tage abbauen sowie Tagebaue rekultivieren.

Unternehmen, die sich diesen geänderten Gegebenheiten nicht anpassen wollen, diese ignorieren oder leugnen werden unwiederbringlich vom Markt verschwinden.

Auch unsere eigene Lebensweise muss sich ändern, mehr öffentlicher Nahverkehr, weniger Fleisch und Energieverbrauch, schonender Umgang mit vorhandenen Ressourcen, also nicht alle zwei Jahre ein neues Mobiltelefon, sowie den Wasserverbrauch senken u.v.m.

Es ist nicht die Frage ob sich unsere Gesellschaft in absehbarer Zeit gravierend verändern wird, sondern wann. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels werden am Ende enorm sein.

Millionen Menschen, die vor dem steigenden Meeresspiegel (Seychellen, Malediven, Bangladesh) oder aus Angst vor Kriege um Land und Wasser fliehen, wären die logische Konsequenz.

Die Gesellschaft wie wir sie kennen wird sich ändern, dass ist unvermeidlich. Greta Thunberg hält uns diese Tatsache schonungslos vor Augen, das ist gut so und dafür verdient sie größten Respekt.

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Die Posse in Posen

Gepostet von am 12. Dezember 2008 in kurzgefasstes | Keine Kommentare

Der UN-Klimagipfel in Posen ist mal wieder zu einer Posse geworden und endet wie erwartet ohne Ergebnisse.

Statt dessen muss die Finanzkrise als Ausrede herhalten und das Pfeilschen um die Emissionszertifikate hat längst begonnen. Merkel will die deutsche Industrie mit Klimazertifikaten füttern und die Autoindustrie, die es jahrelang verpennt hat umweltfreundliche Autos auf den Markt zu bringen, fordert ohne Reue Milliardenhilfen vom Bund.

80 Prozent der europäischen Industrie erhalten auch weiterhin kostenlos ihre Zertifikate für den Emissionshandel und milliardenschwere Transferzahlungen sowie Emissionsgutscheine machen sich auf den Weg nach Osteuropa.

Wie immer viel geredet und nichts dabei herausgekommen. Bleibt zu hoffen, dass es nächstes Jahr in Kopenhagen besser wird.

Na dann, Herzlichen Glückwunsch!

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Klimatante Angela

Gepostet von am 28. August 2007 in blogfeuilleton, politisches | Keine Kommentare

Ja unsere Angie. Da düst die Gute nach Grönland, um sich vom drohenden Klimakollaps zu überzeugen. Dabei hätte Sie doch gar nicht soweit fliegen brauchen. Die Schweizer Alpen hätten es auch getan, denn dort wird man wohl bald die Gletscher mit der Lupe suchen müssen.

Aber egal, der Flug ist mit Steuergeldern bezahlt und so ein bißchen das Ökoimage aufpolieren kann auch nicht schaden.

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