Gepostet von am 18. November 2014 in privates | 1 Kommentar

Um sechs hieß es aufstehen, um halb sieben Frühstück essen und um acht Uhr ging es los.

Zimmer in Phakding

Zimmer in Phakding

Es liegen sechs Stunden Fußmarsch vor uns, dabei geht es von 2.610 Meter auf 3.440 Meter. Der Weg ist nicht nur steil, ich muss verdammt aufpassen nicht zu stolpern.

Zwischendurch Zeit für ein Foto von mir. Die Namen der Kinder beinhalten den Wochentag der Geburt. Dawa steht für Montag, also dem Tag meiner Geburt.

Oliver Dawa

Oliver Dawa

Dabrüber hinaus steht Mingpa für Dienstag, Lhakpa für Mittwoch, Phurba für Donnerstag, Pasang für Freitag, Pemba für Samstag und Nima für Sonntag. So viel Spaß beim Ermitteln Eurer Namen.

Bislang gibt es noch keine Schmerzen in den Beinen, was sich aber ab dem River View Restaurant, wo wir aßen, schlagartig ändern sollte. Zumindest der halbe Weg ist geschafft.

Verwöhnt wurden wir mit einem Blick auf den 6.608 Meter hohen Thamserku.

Thamserku (6.608 m)

Thamserku (6.608 m)

Von jetzt an zeigt sich, wie gut die Idee mit dem Porter war. Zu den gut 14 Kilo schwere Rucksack kommen noch 2 Liter im Wasserbeutel und ein Liter in der Trinkflasche. Das Wasser war auch wirklich nötig.

Mit 30 Kilo zu gehen, wie ich ursprünglich geplant hatte, ist völlig illusorisch.

Der steilste Weg nach Namche steht bevor. Die Stufen sind sehr steil, Schmerzen in den Beinen, Pause und immer wieder Wasser. Immer kleine Schritte, 20 Meter gehen, Pause, trinken, trinken, trinken.

Wir kommen ständig an Mani Steinen vorbei. Links herum gehen, so will es die Tradition und immer die Gebetsmühlen drehen. Dabei Om Mani Padme Hum murmeln. Mögen mir die Götter die Schmerzen erträglicher machen.

Mani Stone

Mani Stone

Der erste Kontrollposten in Monjo. Weiter gehen, steil bergauf, nicht nachdenken, das Gehen läuft völlig automatisch ab. Wieder Pause, ich brauche Wasser.

Ich lasse den Kontrollposten der Armee hinter mir und quäle mich weiter. Mir kommen vollbepackte Rinder entgegen, ausweichen und eine willkommene wenn auch nur kurze Pause.

Hängebrücke

Hängebrücke

Die Carrier, wie hier die Lastenträger genannt werden, schleppen 60 Kilo oder mehr. Diese unglaubliche Leistung verdient größten Respekt.

Der Aufstieg zum Hotel Sherpas Village verlangt alles an Kräften von mir ab. Hier schlafe ich zwei Tage.

Zimmer in Namche Bazaar

Zimmer in Namche Bazaar

Die dünne Luft macht sich bemerkbar, ich bin völlig fertig. Nur noch was essen und dann ins Bett. Vorher noch schnell die durchgeschwitzten Sachen trocknen.

Sachen trocknen

Sachen trocknen

Der härteste Aufstieg nach Namche Bazaar auf 3.440 Meter ist geschafft.

Artikel getaggt mit , , ,

Autorfoto
Oliver Konow
Ich bin 51 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

1 Kommentar

  1. Icon Welt
    1. Dezember 2014

    Olli!

    Wir habe 14 Tage nichts gehört! Haben uns voll die Sorgen gemacht! Man hörte von Busunfällen etc. aber wie ich sehe gehts dir gut! Gott sei Dank!

    Sascha Nima

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.