Deutsches Waffenrecht

Gepostet von am 7. Mai 2009 in kurzgefasstes | Keine Kommentare

Nach dem Amoklauf von Winnenden wollte die Bundesregierung das Waffenrecht deutlich verschärfen.

Dank der Lobbyarbeit des Deutschen Schützenbundes, der Verbände der Jäger und der Waffenhersteller wird nun Paintball verboten. Das Spielen soll mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro belegt werden. Na Gott sei Dank.

Die SZ trifft mit folgender Aussage den Nagel auf dem Kopf:

Die Verschärfung des Rechts sieht nun also so aus, dass man mit Waffen, die nicht scharf sind, nicht mehr schießen darf, sehr wohl aber ohne Restriktion mit scharfen Waffen.

Ein Meisterstück deutscher Politiker würde ich mal sagen.

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Gedenken und Ursachenforschung

Gepostet von am 21. März 2009 in kurzgefasstes | Keine Kommentare

Heute findet in Winnenden die Gedenkfeier für die Opfer des Amoklaufs statt.

In diesem Zusammenhang möchte ich Euch auf den Artikel Ursachen für Amokläufe von Jugendlichen und mögliche Konsequenzen von Joachim Wirth, Lehrer am Andreae-Gymnasium Herrenberg, aufmerksam machen. Auf dieser Seite wird zu den Ursachen des Amoklaufs und deren Konsequenzen eine Umfrage durchgeführt.

Auch wenn die Umfrageergebnisse nicht repräsentativ sind, so zeigt sich, dass die Vermittlung von moralischen Werten und der Leistungsdruck durch Eltern, Schule, Gesellschaft zu den wesentlichen Punkten zählen.

Betrachtet man die Konsequenzen, so offenbart sich, dass wir uns viel intensiver mit jungen Leuten beschäftigen müssen.

Nicht über, sondern mit Jugendliche reden.

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Amoklauf und was dann?

Gepostet von am 18. März 2009 in langgemachtes, politisches | 4 Kommentare

Eigentlich wollte ich noch etwas zum Amoklauf in Winnenden schreiben, aber inzwischen gibt es dazu zahlreiche Artikel im Web.

Der unrühmliche Auftritt der Medien, die wie nicht anders zu erwarten „Killerspiele", Waffen und das Internet als Ursache ausgemacht haben, spottet jeder Beschreibung, zumal sie auch noch auf einen Fake des angeblich angekündigten Amoklaufs hereingefallen sind. Die hochgelobte Medienkompetenz der Presse landet in der Gosse, wo sie meiner Meinung nach auch hingehört.

Was ich schmerzlich vermisse, sind Beiträge die sich mit den tatsächlichen Ursachen jugendlicher Gewalt befassen. Aber dazu schweigt sich die Presse lieber aus, da hierzu eine etwas intensivere Recherche notwendig wäre, als nur seicht in der leicht zu konsumierenden medialen Grütze rumzurühren.

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