Umvolkung

Gepostet von am 25. September 2016 in kurzgefasstes | Keine Kommentare

Das Wort "Umvolkung" entstammt dem nationalsozialistischen Kontext. Es meint zum Einen die Re-Germanisierung von entfremdeten Deutschen und zum Anderen das Umsiedeln von bestimmten ethnischen Volksgruppen in abgegrenzte Gebiete.

Das Problem mit dem Wort "Umvolkung" ist, dass diejenigen die es verwenden einem suggerieren wollen, dass das deutsche Volk gegen ein anderes ausgetauscht werden soll, einem aber den Beweis schuldig bleiben: Wer gegen Wen?

Im Laufe der Menschheitsgeschichte wanderten zahlreiche Ethnien nach Europa und Deutschland ein- und aus, vermischten sich und es entstanden neue ethnische Gruppen und Kulturen. Leider scheint es diesen Leuten nicht zu klar zu sein. Auch heute vollzieht sich dieser Prozess, nur erleben wir ihn auf Grund von Krieg und Vertreibung viel direkter und unmittelbarer.

Diejenigen die das Wort heute nutzen, verwenden es in einem eindeutig rassistischen und rechtsextremistischen Zusammenhang, um die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zu kritisieren. Ihnen wäre es recht, die Flüchtlinge sofort auszuweisen oder auf eine andere unrühmliche Art loszuwerden.

Mich beschleicht das Gefühl, dass sich die Geschichte wiederholt. Als weltoffener Mensch kann ich diesen Rechtsruck in der Bevölkerung nur bedauern und mich ganz klar dagegen positionieren.

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Fakten in Zahlen

Gepostet von am 6. September 2016 in politisches | Keine Kommentare

Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist vorbei und tiefgehende Analysen zum Ergebnis, insbesondere den 20,8 Prozent der AfD, erspare ich mir.

Trotzdem möchte ich ein paar Zahlen ins Spiel bringen.

Entsprechend dem Königsteiner Schlüssel, 2015 auf 2,02906 Prozent und 2016 auf 2,01240 Prozent festgelegt, nahm Mecklenburg-Vorpommern 23.080 Flüchtlinge im Jahr 2015 und 3.180 (Stand Ende Februar) im Jahr 2016 auf.

Dieses wunderschöne, mit 69 Einwohnern pro Quatratkilometern dünnbesiedelte Bundesland weist eine Fläche von etwa 23.211,05 Quadratkilometern auf.

Addiere ich diesen vermeintlichen "Flüchtlingsstrom" beider Jahre (26.260 Flüchtlinge) und setze ihn ins Verhältnis zur Fläche, dann fühlen sich offenkundig 20,8 Prozent der AfD-Wähler von den 1,13 Flüchtlingen pro Quadratkilometer massiv in ihren rassistischen Befindlichkeiten gestört.

Merkt Ihr was?

Eine ablehnende Meinung zur aktuellen Politik hätte der Wähler auch geäußert, indem er seine Stimme ungültig macht, nicht indem er Blau wählt. Dies ist nämlich kein Frust, sondern ein klares rückwartsgewandtes rassistisches Statement.

Die Zahlen könnt Ihr im Internet finden, aber die AfD-Spacken bekommen das ohnehin nicht hin, die rutschen zu oft von der Maus ab.

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