Gepostet von am 28. Januar 2015 in privates | Keine Kommentare

Die Nacht war verdammt kalt und ich schlief trotz Heizdecke und zwei dicken Bettdecken in meinen Sachen.

Um acht Uhr stand ich auf und gegen neun gab es Frühstück, Toast mit Marmelade, Omelette und Kashmirtee.

Vogel

Vogel

Mit dem Boot, Shikara genannt, ruderte man mich an Land und anschließend fuhr ich mit dem Tuk Tuk zu Shankaracharya Temple, der oben auf einem Berg steht und von dem ich einen wunderbaren Blick über den Dal Lake und die zahlreichen Hausboote hatte.

Hausboote auf dem Dal Lake

Hausboote auf dem Dal Lake

Am Fuße des Tempels erfolgte ein kompletter Bodycheck durch die indische Armee, Mobiltelefone und Kameras sind nicht erlaubt. Danach kann der Besucher die Treppe zum Tempel empor steigen.

Blick vom Gopadri Hill

Blick vom Gopadri Hill

Der Tempel selbst wurde von Raja Gopandatya 371 v. Chr. in einer oktogonalen Form erbaut. Er ist Shiva geweiht und wurde, nach dem er von einem Erdbeben beschädigt wurde, von Zain-ul-Abidin repariert.

Nach diesem Besuch ließ ich mich mit der Shikara zum Nehru Park bringen, der nebst einer Cafeteria auf einer Insel im Dal Lake liegt.

Dort war ein Filmteam aus Bollywood/Mumbai und drehte Szenen für den Film: "Chinar Daastaan-E-Ishq", mit Dalip Tahil, Sabina Khan und weiteren Hauptdarstellern.

Schauspieler Dalip Tahil

Schauspieler Dalip Tahil

Das Drehbuch schrieb der bekannte Farooq Renzu Shah und Movie Director ist Sharique Minhaj.

Schauspielerin Sabina Khan

Schauspielerin Sabina Khan

Während der Drehpausen trank ich gemeinsam mit ihnen den typischen Kashmirtee, dessen gelbe Farbe vom Safran hervorgerufen wird. Es hat sehr viel Spaß gemacht mich mit ihnen zu unterhalten, insbesondere über Kashmir.

Nach diesen kurzen Ausflug in die Filmfotografie unternahm ich eine Bootstour und landete schließlich am Bauplatz eines neuen Hausbootes, dass der Eigner aus mehreren alten Booten fertigen lässt.

Bootsbauer

Bootsbauer

Die Lebensdauer dieser Boote beträgt etwa 100 bis 200 Jahre. Ein neu gebautes Hausboot kostet ungefähr 25 Lakh Rupees (2,5 Mio. INR), also knapp 36.000 Euro.

Auf dem See befinden sich auch die schwimmenden Märkte, wo Händler auf ihren Booten alles an Waren anbieten, was es sonst auch an Land gibt.

Markt auf dem Dal Lake

Markt auf dem Dal Lake

Über zahlreiche Kanäle gelangt man zu Inseln, auf denen Häuser stehen. Ansonsten ist ein Boot hier ein unumgängliches Transportmittel. Srinagar könnte man auch als das Venedig Kaschmirs bezeichnen.

gemeinsames Rudern

gemeinsames Rudern

Anschließend lud mich der Eigner in sein Haus zum Tee ein. Danach gab es Abendessen auf meinem Hausboot.

Dies war heute der mit Abstand interessanteste Tag meiner Indienreise, weil ich sehr viele nette und freundliche Menschen kennenlernen durfte.

Kleiner Tipp: Die beste Zeit Kashmir zu bereisen ist übrigens der Sommer in der Zeit von Juni bis August, dann ist hier alles grün und die weiten Täler des Himalayavorgebirges laden zum Trekken ein.

Überhaupt steckt in Kashmir ein unglaubliches touristisches Potenzial, die Seen bieten die Möglichkeit zu Bootstouren und die Berge die Möglichkeit zu Wandern.

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Autorfoto
Oliver Konow
Ich bin 52 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

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