Gepostet von am 19. Dezember 2014 in privates | Keine Kommentare

Heute bin ich um fünf Uhr aufgestanden, auch wenn es nach dem langen Tag gestern ziemlich schwer fiel. Es gilt heute eine lange Distanz zurückzulegen.

Zunächst fahre ich mit dem Taxi nach Bihar Sharif und besuche dort das Nalanda Archeological Museum und die Nalanda Ruinen.

Anschließend fahre ich weiter nach Bodh Gaya, um mir den Mahabodhi Temple (1. bis 3. Jh. n. Chr.), den Bodhi Tree und die 25 m hohe Buddhastatue anzusehen.

Gegen acht Uhr erreichte ich die Nalanda Ruinen und musste feststellen, dass das Archäologische Museum am Freitag geschlossen hat.

Die Zeit bis zum Öffnen der Ruinen verbringe ich in der Nalanda Cafeteria. Hier esse ich erstmal die doppelte Portion Vegetable Sandwich und trinke einen Kaffee.

Kurz nach neun Uhr betrete ich die vollständig aus Ziegelsteinen erbaute Anlage. Neben Monasteries stehen hier Tempelruinen und Stupas.

Panorama der Nalanda Ruinen.

Haupttempel und Stupa (6. Jh. n. Chr.)

Haupttempel und Stupa (6. Jh. n. Chr.)

Ein Tempel wird z.Zt. nach alten historischen Vorlagen und Baumethoden restauriert. Die Handwerker bei der Arbeit zu fotografieren ist nicht erlaubt, aber wenn man das Verbotsschild in fünf Meter Höhe anbringt, kann ich so etwas leicht „übersehen".

Steinrelief am Tempel 2

Steinrelief am Tempel 2

Ich habe trotzdem Fotos gemacht und prompt gab es Theater. Verstehe ich gar nicht, wo doch jeder Inder von mir fotografiert werden will.

Am Tempel 3 habe ich dann den Mann von der Security bestochen, um näher an die kleinen Skulpturen heranzukommen.

Nach etwa drei Stunden, gegen zwölf, brach ich dann nach Bodh Gaya auf. Zufällig und leider etwas zu spät, sah ich auf dem Acker einen umgestürzten auf dem Dach liegenden Eisenbahnwaggon. Hier in Indien muss man immer auf Überraschungen gefasst sein, da steht schon mal ein tausende Jahre alte Tempelruine am Straßenrand. Das kannste keinem erzählen.

Aus der ansonsten flachen mit Palmen übersäten Landschaft ragen vereinzelt hohe rötlich gefärbte Felsen und geben ein krasses Bild ab. Nach knapp zwei Stunden Autofahrt erreiche ich Bodh Gaya.

Berge

Berge

Der Eintritt zum 55 m hohen Mahabodhi Temple ist kostenlos, allerdings muss ich je Kamera 100,- INR auf den Tisch packen. Ebenso müssen Mobiltelefone abgegeben werden. Auf dem Weg zum Ticketcounter für die Kameras habe ich mein iPhone in den Rucksack gesteckt.

Mahabodhi kommt aus dem Sanskrit und steht für großes Erwachen (maha – groß, bodhi – Erwachen).

Mahabodhi Temple (1.-3. Jh. n. Chr.)

Mahabodhi Temple (1.-3. Jh. n. Chr.)

Etwa eineinhalb Stunden lang bin ich auf dem Gelände des Tempels fotografierend herumgelaufen, besichtigte die Buddhastatue im Innern des Tempels, traf meditierende Menschen aus aller Herren Länder sowie ein deutsches Medizinerteam, die in dieser Gegend die ärztliche Versorgung aufbauen.

Lord Buddha

Lord Buddha

Der Bundesstaat Bihar ist einer der ärmsten in Indien und auf jede Hilfe angewiesen.

Danach besuchte ich noch die 25 m hohe aus Sandsein und rotem Granit errichtete Great Buddha Statue, die in Meditationspose, auch Dhyana mudra genannt, sitzt. Die Statue wurde am 18. November 1989 vom 14. Dalai Lama eingeweiht.

The Great Buddha Statue

The Great Buddha Statue

Um 20 Uhr war ich wieder in Patna und nach dem Abendessen eine Stunde später im Hotel.

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Autorfoto
Oliver Konow
Ich bin 51 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

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