Gepostet von am 26. November 2014 in privates | 1 Kommentar

Um sechs Uhr bin ich aufgestanden und nach einem schwarzen Tee kurz nach halb sieben, beginnt der Aufstieg auf den 5.545 m hohen Kala Patthar. Der Name kommt aus dem indischen und bedeutet soviel wie schwarzer Stein.

Nach anfänglich sandiger steiler Piste, gehe ich über das Geröllfeld förmlich im Schneckentempo weiter. Die Steigung war teilweise so extrem, dass ich mich auf alle Viere über die Steine bewegen musste. Zehn Meter gehen, Pause, zehn Meter gehen, Pause. Der Aufstieg war noch schlimmer, als beim Chhukung Ri.

Blick auf den Mt. Everest vom Kala Patthar (5.545 m)

Blick auf den Mt. Everest vom Kala Patthar (5.545 m)

Am Ende stand ich, wie andere vor mir, auf dem Kala Patthar und genoss den Blick auf den höchsten Berg der Welt, dem 8.848 m hohen Mt. Everest.

Mt. Everest (8.848 m)

Mt. Everest (8.848 m)

Panorama aufgenommen auf dem Kala Patthar.

Ich stelle mein Stativ auf und machte Panoramafotos, die zu Hause wahrscheinlich Monate an Arbeit in Anspruch nehmen werden.

Panorama vom Kala Patthar (1,2 MB)

Panorama vom Kala Patthar (1,2 MB)

Ein spezielles Foto machte ich auch, Echte Liebe vom Kala Patthar an den BVB09.

Echte Liebe - Grüße an den BVB09

Echte Liebe – Grüße an den BVB09

Beim Abstieg musste ich genauso aufpassen, schnell rutscht man auf dem losen Gestein aus. Nach einer Tomatennudelsuppe und einer Tasse schwarzen Tee brechen Ang und ich gegen halb zwölf in Richtung Lobuche auf.

Eine Stunde später erreichen wir Lobuche, wobei es gut abwärts geht und wir einen ordentlichen Speed drauf haben. In der Sherpa Lodge holte ich meine Ausrüstung ab. Dort treffe ich eine Gruppe Frauen aus Deutschland. Sie kamen aus Gokyo über den Cho La Pass und schliefen in Dzonglha.

Eine von ihnen vergaß ihr Mobiltelefon und ein Sherpa machte sich für 2.000 NPR auf den vierstündigen Weg. Ein teures Vergnügen.

Nach einer Tasse Tee brechen wir kurz nach ein Uhr in Richtung Dzonglha auf. Drei Stunden Fußmarsch stehen uns bevor.

Der Aufstieg nach Dzonglha ist hart, immer wieder über Felsen steigen, aufpassen und bloß nicht ausrutschen. Hier geht es 300 Meter steil nach unten. Pause, Wasser, weiter. Ang sagt es seien nur noch fünf Minuten, bei mir werden daraus fünfzehn.

Mir schmerzen die Knochen.

Im Hotel Green Valley wird auf 4.800 m Höhe übernachtet, um morgen um sieben Uhr über den Cho La Pass zu gehen.

Der Aufstieg über den 5.530 m hohen Pass wird eine harte Angelegenheit, denn bis Thangnag wird es etwa sechs Stunden dauern und über Geröll- sowie Schneefelder gehen.

Aus diesem Grund bestelle ich mir zum Abendessen eine Kartoffelsuppe und ein Omelette sowie dazu schwarzen Tee.

Ich laufe noch etwas herum und mache ein paar Fotos vom 6.335 m hohen Cholatse und vom 6.423 m hohen Arakam Tse.

Abends sitzen wir alle wieder um den heißen Ofen herum, Franzosen, US-Amerikaner, ein Chinese und Sherpas. Ein Sherpa beglückt die französischen Damen mit Edith Piaf. Kannste Dir nicht ausdenken.

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Autorfoto
Oliver Konow
Ich bin 51 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

1 Kommentar

  1. Icon Welt
    1. Dezember 2014

    Tja Olli,

    du bist ganz oben, und der BVB ganz unten :-)

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