Gepostet von am 15. Juli 2008 in verkehrstechnisches | Keine Kommentare

Es steht ja nicht unbedingt seit gestern fest, dass am 19. Juli, also kommenden Samstag, die Loveparade in Dortmund stattfindet.

Angesichts des riesen Ansturms werden nicht nur von Seiten der DSW 21 eine Vielzahl von Haltestellen gesperrt (Hauptbahnhof, Polizeipräsidium, Remydamm, Saarlandstraße, Theodor-Fliedner-Heim, Westfalenhallen, Westfalenpark und Möllerbrücke), nein es fällt auch die U45/U46 komplett aus.

Und das wohlgemerkt bereits ab 9 Uhr. Desweiteren werden auch fast alle S-Bahn-Haltestellen auf Dortmunder Stadtgebiet von den S- und Regionalbahnen nicht angefahren. Ausnahmen bilden hier lediglich die Haltestellen Hörde Bahnhof, Möllerbrücke, Stadthaus und Dortmund Hbf.

Die S-Bahn-Linie S4 wird beispielsweise von Lütgendortmund S, über Germania S und Marten-Süd S zur Wittener Straße von einem Busersatzverkehr gefahren.

Da es im S-Bahn-Verkehr, insbesondere der S4, zu erheblichen Einschränkungen kommen wird und ich davon unmittelbar betroffen bin, war mein erster Einfall doch mal auf die Website der Bahn zu gehen und das Stichwort: Loveparade einzugeben.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Suche bei bahn.de: Loveparade

Offengestanden habe ich es auch nicht anders erwartet.

Der Fahrzeugumzug der Loveparade beginnt auf der B1 tatsächlich erst um 14 Uhr. Weshalb also ab 9 Uhr die o.g. Haltestellen gesperrt werden müssen, entzieht sich mir jeglicher Kenntnis. Das die Bus- und Stadtbahnanlagen der DSW 21

…für einen Besucheransturm dieser Größenordnung nicht ausgelegt sind..

kann ich durchaus nachvollziehen. Eine gestaffelte Sperrung der Haltestellen wäre aber durchaus denkbar gewesen, ebenso eine zeitliche Staffelung. Zumal es Leute gibt, die an diesem Tag auch noch einer Beschäftigung nachgehen und irgendwie nach Hause kommen wollen. Auch ohne Auto.

Eine weitere Frage die ich mir stelle lautet: Wie sollen die Leute bzw. die Bunten zur B1 hinkommen?

Wahrscheinlich zu Fuß, man kann schließlich von Außenstehenden nicht erwarten, dass sie sich mit dem Dortmunder ÖPNV auskennen.

Bekanntermaßen hat eine Straße zwei Seiten, von denen man auf sie blicken kann. Gott sei Dank wurden aus Sicherheitsgründen gleich mehrere Fußgängerbrücken über die B1 gesperrt, so dass sich die Einen oder Anderen Zaungäste Flügel wachsen lassen müssen, um auf die andere Seite der B1 zu kommen.

Wie dem auch sei, ich werde mir dieses Spektakel am Samstag nicht entgehen lassen und mit meiner Kamera hautnah dabei sein. Weniger um die Bunten zu fotografieren, sondern mehr das eintretende Verkehrschaos für die Nachwelt festzuhalten.

Achja, der Fahrplanwechsel kommt bei der Bahn ja auch immer so plötzlich, ohne sich vorher anzukündigen. Warum soll es bei der Loveparade anders sein. Ich vergaß, als Lokführer hätte ich es doch eigentlich besser wissen müssen.

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Autorfoto
Oliver Konow
Ich bin 51 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

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