Von der Gesellschaft vergessen

Veröffentlicht von am 12. Dezember 2011 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Der Tag ist noch jung.

Nachtschwärmer liegen müde
auf dem Boden des Bahnhofs.

Abseits in der Ecke,
am Rand dieser vor sich hindösenden Gesellschaft,
stehst Du in Deinen völlig abgewetzten Kleidern.

Dein Leben trägst Du in zerschlissenen Plastiktüten mit Dir herum.

Ich sehe,
wie Du ein weggeworfenes Brötchen aufhebst,
anschließend mit einem prüfenden Blick schaust,
ob es vielleicht jemand gesehen hätte.

Du willst Dir Deine Würde bewahren,
wendest Dich ab und isst es hastig auf.

Und ich stehe in Mitten dieser Gesellschaft
und schäme mich Teil dessen zu sein,
die Dich vergessen hat.

Bedrückendes Gefühl.

Ich kaufe ein Salamibrötchen,
gehe zu Dir herüber,
drücke es Dir in die Hand,
sage: "Für Dich."
und sehe den Glanz in Deinen Augen.

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Vorbei

Veröffentlicht von am 13. Januar 2011 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Grauer Split,
der vor
Tagen
noch seinen
Zweck
erfüllte,
vermengt sich
mit
schmutzigen
Schnee
zu einer
unansehnlichen
Masse.

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Vergangener Tag

Veröffentlicht von am 13. Oktober 2010 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Die untergehende
Sonne
taucht den
Abendhimmel
in orangenes
Licht.

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Bahn der Träume

Veröffentlicht von am 12. Mai 2010 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Die Bahn
der Träume
ist verspätet
und
der kalte Schwall
der Realität
wirbelt mir
durch das
Gesicht.

Aus dem
Tunnel der
Undeutlichkeit
tauchen
zwei strahlende
Scheinwerfer auf.

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Rapsfeld

Veröffentlicht von am 3. Mai 2010 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Auf endlos
weiten Feldern
erblüht in
gelber Pracht
der Raps.

Sein Leuchten
ist so intensiv,
als stünde er
mit der
Sonne
im Wettstreit.

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Lichtgefluteter Nebel

Veröffentlicht von am 23. März 2010 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Der vom
Morgenlicht,
im grellen Weiß
erstrahlende
Nebel,
hüllt den
kahlen verwitterten
Fels ein
und
lässt ihn
ab und zu
als graue
Silhouette
hervorschauen.

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Morgen im Winter

Veröffentlicht von am 14. Februar 2010 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Sonntag früh.

Stille.

Langsam wird
es hell
und
das erste Licht
des Tages
steigt hinterm
Horizont
hervor.

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Tag und Nacht

Veröffentlicht von am 28. Januar 2010 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Das Licht der Sonne hat gewebt,
den neuen Tag, der sich erhebt.
Sein Glanz erstrahlt mit aller Macht,
bis er verblasst, es kommt die Nacht.

Die Nacht sie frisst des Tages Schein,
es soll für alle dunkel sein.
So ist der Wechsel alle Zeit,
des Menschen ständiges Geleit.

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Schwarzes Loch

Veröffentlicht von am 19. Januar 2010 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Ich flog durch's Weltall
und man ahnt es,
ich traf ein Loch,
ein großes schwarzes.

Kam ihm zu nahe,
kein entrinnen,
ich stürzte ab
und sah's von drinnen.

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Blechlawine

Veröffentlicht von am 11. Januar 2010 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Die Harmonie
der weißen
Scheinwerfer
und
roten Rücklichter,
der sich endlos
hinwälzenden
Blechlawine
auf der Autobahn,
werden durch
zwei aufblitzende
blaue Lichter
jäh unterbrochen.

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