Ortseifen angeklagt

Gepostet von am 1. Juli 2009 in kurzgefasstes | 2 Kommentare

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat den ehemaligen Chef der IKB, Stefan Ortseifen, wegen Börsenmanipulation und Untreue angeklagt.

Das neben Ortseifen auch noch andere Manager und Politbonzen auf die Anklagebank gehören, dürfte angesichts der hochriskanten Spekulationsgeschäfte, die nicht zum Arbeitsgegenstand dieser Mittelstandsbank gehörten, sowie der damit einhergehenden Stützung durch Steuergelder, jedem einleuchten.

Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass sich die Vorwürfe im Zusammenhang mit Anlagen der Bank in US-Ramschhypotheken, deren Wertverluste das Institut vor zwei Jahren an den Rand der Pleite gebracht hatten, als nicht haltbar erwiesen hatten. Diese sei auch nicht Gegenstand der Anklage.

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Sonderprüfung bei der IKB gestoppt

Gepostet von am 2. April 2009 in kurzgefasstes | Keine Kommentare

Der IKB-Hauptaktionär Lone Star, der mit 90% Aktienanteil an der Bank beteiligt ist, hat trotz heftiger Proteste von Kleinaktionären die Sonderprüfung gestoppt.

Diese Sonderprüfung sollte die Verantwortung des damaligen Aufsichtsrats und Vorstands näher beleuchten. Diese Chance scheint wohl gestorben zu sein, auch wenn jetzt gegen diese Entscheidung geklagt wird.

Die IKB hatte sich seinerzeit mit US-Ramschhypotheken verspekuliert und war so an den Rand des Bankrotts geraten. Nur mit Hilfe der KfW, die mehr als acht Milliarden Euro Steuergelder hineinpumpte, konnte das Überleben der Bank gesichert werden.

Lone Star befürchtet, dass Details der Untersuchung zu möglichen Schadenersatzklagen führen könnten. Diese Schadenersatzforderungen sind allerdings nicht von Lone Star, sondern vom früheren Eigentümer, der KfW und somit vom Steuerzahler, zu begleichen.

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Teure Rettungsaktion

Gepostet von am 23. August 2008 in politisches | Keine Kommentare

Die Rettung der IKB war nicht nur für die KfW und den Bund ein teures Vergnügen, auch der Steuerzahler durfte für die Unfähigkeit einiger Finanzakrobaten blechen.

Doch bei allen Zahlen die momentan durch die Presse geistern, von 10,7 Milliarden Euro ist da die Rede, stellt sich mir allerdings die Frage, warum keiner der Geldvernichter auf der Anklagebank sitzt oder gehört das Verschwenden von Steuergeldern inzwischen zum Tagesgeschäft einer Bank?

Es scheint so, dass in Deutschland niemand mehr Verantwortung für sein Handeln übernehmen will.

Na dann gute Nacht.

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Das Ende der IKB?

Gepostet von am 20. März 2008 in kurzgefasstes | Keine Kommentare

Die IKB muss jetzt 590 Millionen Euro auf sogenannte strukturierte Wertpapiere abschreiben. Mein Gott, wie lange soll denn das Elend mit dieser Bank noch weitergehen?

Der Markt wird sich selbst bereinigen. Das dabei die IKB in den Konkurs geht, dürfte jedem klar sein.

Dieser könnte ein mahnendes Beispiel für andere Banken sein, demnächst vorsichtiger mit hochriskanten Finanzgeschäften umzugehen.

Hat nun das letzte Stündchen der IKB geschlagen?

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Dilettanten verspielen Milliarden Steuergelder

Gepostet von am 26. Februar 2008 in politisches | Keine Kommentare

Die vorläufige Bilanz der Bankenkrise beläuft sich inzwischen auf 14 Milliarden Euro, Steuergelder wohlgemerkt!!

14.000.000.000 Euro

Eine der wesentlichsten Aufgaben des Aufsichtsrates ist die Überwachung der Geschäftsführung, auch Vorstand genannt. Darüber hinaus bestehen Prüfungs- und Berichtspflichten.

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Geldvernichtungsmaschine IKB

Gepostet von am 15. Februar 2008 in langgemachtes | Keine Kommentare

Nun wird der IKB schon wieder Geld in den Arsch geblasen.

Diesmal vom Bund in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Zusätzlich geben private Banken 300 Mio. Euro. Damit beläuft sich das gesamte Rettungspaket auf 1,5 Mrd. Euro.

Die IKB hatte bereits zweimal eine Finanzspritze mit gut 6 Mrd. Euro erhalten. Davon wurden allein 5 Mrd. Euro von der staatlichen KfW zugeschossen.

Das macht dann Summa summarum etwa 13,5 Mrd. Euro.

Mir wird schwindlig, wenn ich mir das auf der Zunge zergehen lasse.

Wieviel Steuergelder darin enthalten sind, kann keiner sagen oder will keiner sagen. Angeblich sollen die nicht verwendet worden sein. Naja wer's glaubt wird seelig.

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Hochriskant – Schwachköpfe als Bankvorstände

Gepostet von am 5. September 2007 in blogfeuilleton | Keine Kommentare

Auch wenn ich den Herrn Ackermann von der Deutschen Bank nicht sonderlich mag, so muss ich Ihm bezüglich seiner Kritik gegenüber dem Risikomanagement der IKB und der SachsenLB recht geben.

Wer sich hochriskante Finanzderivate zulegt, muss sich letztlich nicht wundern, wenn bei einer Krise die große Renditeblase zerplatzt.

Da haben sich doch tatsächlich diese "Möchtegern"-Finanzexperten über Offshore-Zweckgesellschaften mit dem 10 bis 15fachen Volumen des Eigenkapitals mit Finanzderivaten versorgt, welche man nur aus der Buchstabensuppe kennt.

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