Stühlerücken in der SPD
Zwei Tage nach dem katastrophalen Abschneiden der SPD bei der Bundestagswahl werden erste personelle Konsequenzen gezogen.
Franz Müntefering wird ab November als Parteivorsitzender nicht mehr zur Verfügung stehen. Sein Comeback hatte ich ohnehin mit Skepsis betrachtet, wie sich zeigte, zu recht.
Als Kandidat für seine Nachfolge wird der bisherige Umweltminister Sigmar Gabriel gehandelt. Seine Generalsekretärin wird wahrscheinlich die Parteilinke Andrea Nahles werden.
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Seit Willy Brands Rücktritt 1974 ist bei der SPD von Geschlossenheit keine Rede mehr. Ebenso geht es mit der Mitgliederentwicklung permanent bergab.
Dort wird intregiert und kolportiert was das Zeug hält. Engholm fiel über Barschel und Scharping konnte Lafontaine nicht riechen. Es ließen noch weitere Beispiele innerer Zerissenheit aufzählen, aber das erspare ich mir lieber.
Ob Kurt Beck für den Niedergang der SPD allein verantwortlich zu machen ist bezweifel ich ganz stark. Er ist schließlich einer von vielen in der SPD-Führung.
Das man ihn aber auf diese miese Art und Weise abserviert, mal abgesehen von seiner Führungsschwäche, zeigt ein egoistisches und armseeliges Verhalten, dass einer Volkspartei nicht würdig ist. Für mich hat diese Partei inzwischen ihren Biss verloren und verkommt zusehens zum sozialdemokratischen Lotterhaufen. Einfach nur peinlich.
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