Freiheit des Wählers
Die Wahlfrauen und Wahlmänner sind frei in ihrer Entscheidung. Druck wurde nicht ausgeübt.
Diese oder ähnliche Sätze bekam der Bürger nach der Wahl des Bundespräsidenten öfter zu hören. Meines Erachtens nach etwas zu oft, als hätte man was zu verbergen.
Natürlich ist jeder frei in seiner Entscheidung, aber man möchte sich doch bitte an parteiinterne Absprachen halten. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder macht, was ihm sein Gewissen rät.
Sicherheitshalber, um ja nicht auf die Schnauze zu fallen, wurden Seitens der CDU/CSU erst gar keine Wähler aus der Bevölkerung verpflichtet, zu unberechenbar, zu frei. Man setzte lieber auf parteikonforme Mitläufer.
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Heute wurde der neue Bundespräsident gewählt. Dabei bekam Schwarz-Gelb und die Kanzlerin Merkel eine schallende Ohrfeige, nicht zuletzt durch innerparteiliche Abweichler. Die innere Zerrissenheit der Koalition wurde somit offensichtlich. Erst im dritten Wahlgang gelang Wulff den Sprung ins hohe Amt.
Nicht zuletzt auch dadurch, dass die überwiegende Mehrheit der Linken sich der Stimme enthielt. So wurde zugleich deutlich, dass die Linkspartei weit von Demokratie- und Freiheitsverständnis entfernt ist.
Obwohl Joachim Gauck (494 Stimmen) bei der Bevölkerung bedeutend mehr Sympathie genießt, gewinnt Christian Wulff mit 625 Stimmen.
Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Bürger stärker in die Wahl des Bundespräsidenten mit einbezogen werden. Die Parteien sollten ihre Präsidentschaftskandidaten benennen und den Bürgern zur Wahl stellen. Demokratie 2.0.
In diesem Sinne, Herzlichen Glückwunsch Herr Wulff zur Wahl zum Bundespräsidenten.
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Horst Köhler CDU bleibt für die nächsten fünf Jahre unser Bundespräsident. Herzlichen Glückwunsch!
Er erreichte im ersten Wahlgang denkbar knapp die absolute Mehrheit von genau 613 Stimmen und setzte sich damit gegen Gesine Schwan SPD, die 503 Stimmen erreichte, durch.
Somit wird es keine Bundespräsidentin geben, auch wenn ich es mir gewünscht hätte. Dazu beigetragen hat sicherlich ihre Äußerung, den Begriff Unrechtsstaat für die DDR abzulehnen.
In dieser Frage hätte sie sich besser zurückhalten sollen. Wie auch immer, aller guten Dinge sind drei.
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Gesine Schwan, Peter Sodann oder doch wieder Horst Köhler?
Peter Sodann hat sich mit seiner Äußerung
Ich halte das, was wir haben, nicht für eine Demokratie.
selbst ins Abseits katapultiert. Wer sich als künftiger Bundespräsident derart äußert, hat in diesem hohen Amt nichts verloren. Er spricht nicht für die Mehrheit der Deutschen. Die Linkspartei war mir aber schon immer suspekt, es sei hier nochmals an die Äußerungen von Christel Wegner in Bezug auf die Stasi erinnert.
Ergo: Sodann ist raus. Bleiben noch Gesine Schwan SPD und Horst Köhler CDU.
Offengestanden sind mir die beiden immer noch am sympatischsten.
Ich glaube, dass es mal Zeit wird, eine Frau in das Amt des Bundespräsidenten zu wählen. Gesine Schwan scheint ja eine pragmatische Frau zu sein, die durchaus das Zeug dazu hätte. Ich kann es Ihr nur wünschen.
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