Stichtag
Heute ist der 30. Juni 2011, ein Tag, der die unglaubliche Respektlosigkeit der schwarz-gelben Bundesregierung gegenüber dem Bundesverfassungsgericht offenbart.
Die Verfassungsrichter hatten 2008 das negative Stimmgewicht im derzeitigen Wahlrecht für verfassungswidrig erklärt. Es müsse künftig verhindert werden, dass eine Partei bei Bundestagswahlen mehr Mandate dadurch bekommt, dass sie in bestimmten Ländern weniger Zweitstimmen erhält. Diese Verzerrung entsteht meist dann, wenn es Überhangmandate gibt.
Kanzlerin Merkel nebst FDP-Anhang hatte drei Jahre lang Zeit gehabt, eine Neufassung zu erarbeiten. Leider hat sie diese Frist verstreichen lassen.
Sollte es tatsächlich zu der Situation kommen, dass der Bundespräsident den Bundestag auflöst und Neuwahlen anordnet, wäre es für Deutschland ein Albtraum, wenn nicht sogar eine Krise. Höchstwahrscheinlich würden die Karlsruher Richter auf Verfassungsbeschwerde eines Wählers ein neues Wahlgesetz formulieren.
Diese Regierung ist einfach nicht mehr zu ertragen und muss schnellstens weg!
MehrUrlaubsreif
Im Blog ist es ruhig geworden. Dem Einen oder Anderen wird es sicherlich schon aufgefallen sein. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich immer mehr von meinem Arbeitgeber verheizt fühle und meinem Alltag wie eine Maschine runterspule. Arbeiten, Essen, Schlafen, Arbeiten… ach lassen wir das.
Mein einziger Lichtblick ist eine Woche Urlaub, um alte Freunde wiederzutreffen. Aber selbst die Fahrt wird zur Tortour, wenn das Fenster im Abteil des antiquierten DDR-Interregiowagens vor lauter ausgelutschter Schlaffheit ständig aufrutscht und mir den monotonen Klang der Freiheit in die Ohren pfeift. Bitte liebe Deutsche Bahn, erhöre mein Flehen und verschrottet diese Dinger endlich. Sie sind eine Beleidigung eines jeden Reisenden.
Abgesehen davon, dass der Zug zum größten Teil ausreserviert war und mir somit Tisch und Strom versagt blieb, um mit dem MacBook zu arbeiten, verfügte ich Gott sei Dank über eine Alternative: iPhone. Also waren Nachrichten, Timeline und eMails lesen kein Problem. Kein Problem?
Mitnichten, denn ich habe die Rechnung ohne den Wirt bzw. die Telekom gemacht. Deren Netzausbau ist in Deutschland offenbar genauso antiquiert, wie der Interregiowagen in dem ich sitze. Hauptsache die griechische Telefongesellschaft aufkaufen, statt es den Finnen gleichzutun und überall Glasfaser zu legen. Bitte liebe Telekom, erhöre auch Du mein Flehen und investiert endlich in den Netzausbau. Die Nutzer werden es Euch danken.
Wie es aussieht, wird mir das Wetter einen Streich spielen. Es heißt, es gibt kein falsches Wetter, nur die falsche Kleidung. Für diesen Fall habe ich vorgesorgt.
Somit kann ich mich entspannt zurücklehnen, die netzlose Fahrt und die Kieler Woche mit Freunden genießen. Euch allen wünsche ich eine stressfreie Arbeitswoche.
MehrMargentaschmalz 5
Wir haben zwar noch keinen flächendeckenden Mobilfunkempfang, geschweige denn überall eine 100 Mbit Glasfaserleitung wie die Finnen liegen, doch jetzt scheint der rosarote Riese über sich hinauswachsen zu wollen:

Oder sehe ich vielleicht durch die rosarote Brille?
MehrOsama bin Laden liquidiert
Operation Geronimo wurde, mit Segen des Präsidenten Obama, schnell und mit chirurgischer Präzision durchgeführt, an dessen Ende ein Enemy killed in action stand.
Nur sehr langsam dringen Informationen dieser gezielten Tötungsaktion an die Öffentlichkeit. Zunächst war die Rede von geleistetem Widerstand bin Ladens, bei der es unumgänglich war, ihn zu liquidieren. Zwei Tage später war er nicht einmal bewaffnet.
Offensichtlich hegte die USA ohnehin nicht die Absicht bin Laden gefangen zu nehmen. Zu groß der Hass und die Wut der Amerikaner, der jeglichen Verstand auszuschalten vermochte. Ein vernünftiges Gerichtsverfahren, an dessen Ende bin Laden sicherlich zum Tode verurteilt worden wäre, hätte zumindest nach außen hin den Anschein der Rechtstaatlichkeit gewahrt. So aber hat sich Amerika mit Al Qaida auf eine Stufe gestellt, jedweden demokratischen Tugenden abgeschworen und ihr Handeln auf die schlichte Formel: Auge um Auge, Zahn um Zahn reduziert.
Was mich allerdings viel mehr beunruhigt ist die Tatsache, dass unsere Bundeskanzlerin, eine Protestantin, die in christlichen Werten verwurzelt ist, Freude über den Tod bin Ladens zum Ausdruck brachte. Dieser Umstand lässt mich in erheblichem Maße am Geisteszustand von Frau Merkel zweifeln.
Viele Bürger dieses Landes, mich eingeschlossen, fragen sich, wie es mit der Rechtsauffassung von Frau Merkel bestellt ist, schließlich repräsentiert sie Deutschland, zu deren Grundwerten Demokratie, Menschenwürde und Rechtstaatlichkeit gehört.
Besser als @XiongShui könnte ich diese Situation nicht auf den Punkt bringen:
MehrEine Kanzlerin, die Freude über die rechtswidrige Erschießung eines Menschen äußert, ist für einen demokratischen Staat untragbar!
Endeavours letzter Flug

Quelle: NASA
Heute gegen 21:47 Uhr MESZ startet das Space Shuttle Endeavour zu seinem letzten Flug ins All. Neben Mark Kelly, dem Kommandanten der Raumfähre, befinden sich fünf weitere Astronauten, darunter auch der ESA-Astronaut Roberto Vittori an Bord.
Am kommenden Sonntag soll die Fähre an der ISS andocken, wo anschließend das Alphamagnetspektrometer AMS-02 montiert werden soll. Mit diesem hochkomplexen Instrument wollen die Forscher nach der Antimaterie und der sogenannten "dunklen Materie" im Universum suchen.
Mit dem letzten Flug der Endeavour beendet die ESA auch die Teilnahme an Space Shuttle Missionen. Die Raumfähre wird am 13. Mai zurück erwartet.
Die letzte Space Shuttle Mission (STS-135) wird am 28. Juni 8. Juli 2011 mit der Raumfähre Atlantis erfolgen.
Update: Der Start der Endeavour wurde wegen Probleme mit den APU-Heizelementen auf Montag verschoben.
Update: Der Start wird nicht vor dem 8. Mai erfolgen.
Update: Im zweiten Anlauf hob am 16. Mai um 14.56 Uhr MESZ die Endeavour zu ihrer letzten Mission ab.
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