Olivers Weblog

Freiheit des Wählers

Die Wahlfrauen und Wahlmänner sind frei in ihrer Entscheidung. Druck wurde nicht ausgeübt.

Diese oder ähnliche Sätze bekam der Bürger nach der Wahl des Bundespräsidenten öfter zu hören. Meines Erachtens nach etwas zu oft, als hätte man was zu verbergen.

Natürlich ist jeder frei in seiner Entscheidung, aber man möchte sich doch bitte an parteiinterne Absprachen halten. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder macht, was ihm sein Gewissen rät.

Sicherheitshalber, um ja nicht auf die Schnauze zu fallen, wurden Seitens der CDU/CSU erst gar keine Wähler aus der Bevölkerung verpflichtet, zu unberechenbar, zu frei. Man setzte lieber auf parteikonforme Mitläufer.

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Spanien ist Weltmeister

Nach den hitzigen Fußballwochen, die voll von Überraschungen waren, ist es nun Spanien, die den Pokal mit nach Hause nehmen. Oranje hat es wieder nicht geschafft. Na so ein Pech. Danke an Paul den Kraken, ich hatte nichts anderes erwartet.

Deutschland schaffte nach einer Zangengeburt, noch gerade so den dritten Platz. Die Leistung der deutschen Mannschaft war großartig, aber irgendwie ist das auch ihr Job. Ebenso die des Trainers Joachim Löw. Ob dafür nun unbedingt das Bundesverdienstkreuz verliehen werden muss, kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Wenn uns jetzt der schnöde Alltag wieder einholt, werden wir alle merken, dass 15,9% auf Dauer eine verdammt unangenehme Zahl sein kann. Dann werden wir uns nach dem 4:1 gegen Argentinien garantiert noch zurücksehnen.

Wahl des Bundespräsidenten

Heute wurde der neue Bundespräsident gewählt. Dabei bekam Schwarz-Gelb und die Kanzlerin Merkel eine schallende Ohrfeige, nicht zuletzt durch innerparteiliche Abweichler. Die innere Zerrissenheit der Koalition wurde somit offensichtlich. Erst im dritten Wahlgang gelang Wulff den Sprung ins hohe Amt.

Nicht zuletzt auch dadurch, dass die überwiegende Mehrheit der Linken sich der Stimme enthielt. So wurde zugleich deutlich, dass die Linkspartei weit von Demokratie- und Freiheitsverständnis entfernt ist.

Obwohl Joachim Gauck (494 Stimmen) bei der Bevölkerung bedeutend mehr Sympathie genießt, gewinnt Christian Wulff mit 625 Stimmen.

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Bürger stärker in die Wahl des Bundespräsidenten mit einbezogen werden. Die Parteien sollten ihre Präsidentschaftskandidaten benennen und den Bürgern zur Wahl stellen. Demokratie 2.0.

In diesem Sinne, Herzlichen Glückwunsch Herr Wulff zur Wahl zum Bundespräsidenten.

Dreijähriges Bestehen

So schnell kann es gehen, mein Blog ist mittlerweile drei Jahre alt. Mensch wie die Zeit vergeht.

In diesen drei Jahren sind tatsächlich 466 Artikel zusammengekommen. Mit 3.164 mal ist übrigens der Artikel Kleines GraphViz-Tutorial – Teil 1 einer der meistgelesensten in meinem Blog.

Na dann auf die nächsten drei Jahre.

Ramba Zamba

Es geht heiß her in Südafrika und Deutschland. Dabei habe ich nicht unmittelbar ein Fußballspiel dieser beiden Mannschaften vor Augen.

Im Unterschied zu Deutschland liegt die Hitze der Südafrikaner wohl eher in der Fußballweltmeisterschaft begründet. Das Eröffnungsspiel zwischen Südafrika und Mexiko (1:1) kann als überaus fair bezeichnet werden.

Im krassen Widerspruch dazu die Blutgrätsche der Bundesregierung in Form ihres Sparpakets, in dessen Spielverlauf der Schiri sicher einen Elfmeter gegeben hätte, um es mal salopp auszudrücken. Noch dazu die gescheiterten Koalitionsgespräche in NRW zwischen SPD, Grüne und FDP, die zum sofortigen Spielabbruch hätten führen müssen. Das Spiel bzw. die Wahl hätte neu angesetzt werden müssen, doch die Meinung der Wahlfans dürfte im monotonen Summen der Vuvuzela ungehört untergehen.

Es könnte durchaus sein, dass wir bei der WM 2010 ein Sommermärchen und hier bei uns eine Sommerposse erleben dürfen.

Der Vorteil eines Fußballspiels liegt deutlich auf der Hand, nach 90 Minuten wird abgepfiffen, wohingegen uns die Politik mit einem Endlosspiel beglückt.

Bei den Fans und den Wählern hat sie sich jedenfalls disqualifiziert.