Schizophrenie des Seins

Veröffentlicht von am 26. Dezember 2009 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Mein Gesicht
tief im Mantel
der Einsamkeit
vergraben,
ziehe ich
durch die Straßen.

Bunte Fenster
der Freude
durchbohren
mein Herz
mit dem
Licht der Hoffnung.

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Schatten

Veröffentlicht von am 23. Dezember 2009 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Ich gehe durch
die Nacht
und die Schatten
meinerselbst
verfolgen mich.

Sehe ich mich um,
sind sie
verschwunden,
denn sie existieren
nur in meinen
Augenwinkeln.

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Heilige Bildungsumnachtung

Veröffentlicht von am 20. November 2009 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Nun liebe Kinder gebt fein acht,
ich hab Euch etwas mitgebracht.
Ein Kohlestück für die kleine Lisa,
denn sie ist, so sagt es PISA,
dumm wie Stulle, Bohnenstroh,
ihre Eltern gar nicht froh.

Auch der Peter dieser Bengel,
ist kein reiner Unschuldsengel.
Seine Zukunft seh' ich trübe,
hat er nichts in seiner Rübe.
Nur wer lernt hat großes Glück,
bekommt er dann kein Kohlestück.

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Wolkenspiele

Veröffentlicht von am 10. November 2009 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Leuchtend
weiße
Wolkenfetzen
treiben über den
azurblauen
Himmel.

Das
Weiß
wird nur
ab und zu
von düsterem
Grau
unterbrochen.

Leichtigkeit
umarmt
Schwermut.

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Hektik

Veröffentlicht von am 29. Oktober 2009 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Die Leute laufen hektisch
den Gehweg auf und ab.
Sie rennen in der Eile
sich um, denn Zeit ist knapp.

Es kommt was kommen musste,
ein Herz das macht nun schlapp.
Bei all der vielen Hektik,
geht es mit ihm bergab.

Drum hört was ich Euch sage,
denn sonst werdet Ihr bestraft,
Hektik bringt Euch nichts Gutes,
in der Ruhe, da liegt die Kraft.

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ausbrechen

Veröffentlicht von am 24. Oktober 2009 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

geborenwerden
wachsen
indenkindergartengehen
spielenundlachen
eingeschultwerden
schreibenlesenundrechnenlernen
schulabschluss
berufsausbildung
führerscheinmachen
arbeitenundgeldverdienen
wehrdienstleisten
mauerfall
wiedervereinigung

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Raureif

Veröffentlicht von am 16. Oktober 2009 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Die aufsteigende
Morgensonne
lässt den
Raureif
auf
Dächer und Wiesen
glitzern.

Kalt und klar
die Luft,
die mich
einhüllt
und
der neblige Atem
mein
Lebensbeweis.

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Zahnarzt

Veröffentlicht von am 15. Oktober 2009 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Der Zahnarzt schwingt die Zange,
das find' ich gar nicht nett,
der wird mir unsympathisch,
ein eisiges Duett.

Jetzt kommt der Enterhaken
aus blankpoliertem Stahl,
er klaut mir meine Zähne,
o Gott was für 'ne Qual.

Zum Abschluss noch der Bohrer,
ich halt's nicht länger aus,
die Fresse schon ganz blutig,
ich muss hier ganz schnell raus.

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Durchgeknallt

Veröffentlicht von am 13. Oktober 2009 in hirngespinste | Keine Kommentare

Ich werd bekloppt ganz auf die Schnelle,
so komm' ich in die Gummizelle.
Hab mich ganz lieb in der weißen Jacke,
dreh voll durch und hab 'ne Macke.

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Einsamkeit

Veröffentlicht von am 13. Oktober 2009 in lyrische gedichte | Keine Kommentare

Einsamkeit,
aus Wind geboren
durchstreift meine Seele.

Biegt sich
von Glanz gestreichelt,
im Licht der Erhabenheit.

Mantel der Stille
verbirgt die Verletzlichkeit
des Seins
und
schafft Raum für
Sehnsucht.

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