Gepostet von am 21. August 2016 in privates | Keine Kommentare

Heute stand ich gegen sieben Uhr auf, denn auf meinem Plan stand ein ganz besonderes Erlebnis.

Zunächst holte mich ein Shuttlebus vom Hotel ab und brachte die Touristen zu einem Sammelpunkt, von der aus die unterschiedlichsten Touren starteten.

Von hier aus fuhren wir gemeinsam zur Gruppe der Þríhnúkagígur, dessen Name übersetzt Drei-Gipfel-Vulkan bedeutet. Sie besteht aus zwei Kratern sowie einem Hyaloklastitkegel (Hyaloklastit = eine festgewordene pyroklastische Gesteinsform).

Sie liegt etwa 30 Kilometer südöstlich von Reykjavík entfernt.

Vom Ausgangspunkt liefen wir mit unserer sympathischen Führerin Arndís etwa 60 Minuten durch Lavafelder.

Marsch zum Krater

Marsch zum Krater

Dabei kamen wir auch an einen Eingang zu einem langgestreckten Höhlensystem von etwa einem Kilometer Länge vorbei, in dem einst Lava floss. Stellenweise ist die Höhle so schmal, dass man nur kriechen kann.

Eingang zum Höhlensystem

Eingang zum Höhlensystem

Eine Spalte von etwa 8 bis 10 m Tiefe konnten wir nur über einen Steg überwinden.

Am Basecamp angekommen, wurden wir mit Kaffee und Tee begrüßt, bekamen ein Sicherheitsbriefing und Helm sowie Gurtzeug angelegt. Danach ging es die wenigen Meter zum Eingang zur Höhle, wo wir auf die Gondel warteten.

Eingang zur Höhle

Eingang zur Höhle

An der Gondel angeleint, ging es langsam aber stetig hinab.

Blick nach unten

Blick nach unten

In die flaschenförmige Höhle passt locker die Freiheitsstatue oder die Hallgrímskirkju hinein.

die Höhle

die Höhle

Auf dem Grund misst sie ca. 48 m mal 60 m und der Blick nach oben ist überwältigend.

die nächste Gruppe kommt

die nächste Gruppe kommt

Der letzte Ausbruch ereignete sich vor etwa 4.500 Jahren und hinterließ unterschiedlich gefärbtes Gestein.

farbige Steinformation

farbige Steinformation

Gelbe Formationen sind von Schwefel durchsetzt, grünliche Gesteinsschichten haben einen hohen Kupferanteil und rötlich gefärbte verdanken ihre Farbe dem Eisenoxid. Dazwischen sind immer wieder schwarze Lavabänder zu finden.

Nach gut einer Stunde im Inneren und zahlreich geschossener Fotos fuhren wir mit der Gondel hinauf ans Tageslicht.

Ausgang

Ausgang

Im Camp konnten wir uns mit Suppe und heißen Getränken aufwärmen.

Als Dank und weil Arndís heute Geburtstag hat, schenkte ich ihr den Leuchtkuli vom DLR. Damit hatte sie überhaupt nicht gerechnet und die Freude stand ihr ins Gesicht geschrieben.

Arndís

Arndís

Nach etwa zweieinhalb Stunden marschierten wir wieder zurück, von wo aus uns der Shuttlebus wieder nach Reykjavík brachte.

Dieser Trip in den Schlot eines Vulkans werde ich so schnell nicht vergessen und sollte bei einem Besuch Islands definitiv berücksichtigt werden.

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Autorfoto
Oliver Konow
Ich bin 50 und beruflich dem Hochgeschwindigkeitsverkehr verfallen. Die Fotografie ist mein Hobby und Reisen meine Leidenschaft. Darüber hinaus interessieren mich Fraktale sowie die Astronomie.

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